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Jim Mc Gilliray kompensierte das Ausscheiden von Lutz Oldemeier im Februar 1975 für drei Monate - danach übernahm Butze Fischer das Schlagzeug. Gitarrist Jochen Schrumpf erweiterte die Besetzung im März. Die Band war viel unterwegs (überlieferte Termine sind 5.4. im Nero/Wiesbaden und 19.4. Jugendzentrum Iserlohn), trat oft gemeinsam mit EMBRYO auf, spielte auf Festivals. Burkard Schmidl (keyboards) kam dann im Mai dazu und entwickelte sich zu einer neuen inspirierenden Komponente von MISSUS BEASTLY. Schrumpf verließ die Band nach einigen Monaten wieder in Richtung KOLLEKTIV.
Der Gedanke, Schallplatten in Eigenregie zu produzieren und vertreiben, führte im Frühjahr 1976 zur Gründung einer Cooperative namens APRIL zusammen mit den Bands EMBRYO, SPARIFANKAL und TON, STEINE, SCHERBEN. Die Musiker machten und kontrollierten alles selbst: Produktion, Covergestaltung, Herstellung und Vertrieb zusammen mit einem Netzwerk von Freunden. Befreundete Bands wie CHECKPOINT CHARLIE, MUNJU, MOIRA und die REAL AX BAND zeigten später auch Interesse. Aber die Gründer wolten eine übersichtliche Struktur erhalten.
Das nächste MISSUS BEASTLY-Album Dr. Aftershave and the Mixed-Pickles wurde die erste Veröffentlichung des neuen Labels. Möglicherweise wollte die Band ein wenig Verwirrung stiften mit der Verwechslung von Bandname und Albumtitel. Wiederum ein sehr gutes, von Jazz Rock, Fusion und World Music bestimmtes Werk. Unterstützt wurde die Band von verschiedenen befreundeten Musikern: Roman Bunka, Christian Burchard von EMBRYO, Wolli Tümmler (sax), Mitglied der Band EINHORN (das neue Projekt von Atzen Wehmeyer), Raimund ‘Ömmes’ Fuhrig (percussion) vom JOHANNESLUST ORCHESTER und Maria Archer (vocals). Bis 1978 wurden durch den eigenen Vertrieb 5000 Alben verkauft, Teldec setzte im gleichen Zeitraum nur 1500 um.
Jürgen Benz verließ die Band im Frühjahr 1976 und gründete daraufhin MUNJU. Im Mai ging MISSUS BEASTLY dann auf Tournee nach Italien und war als erste ausländiche Rockband in Sardinien. Auf dem 'Umsonst & Draußen-Festival' in Vlotho war die Band wieder vertreten. Der Song 'Slow One (Stoppt Strauß)' ist auf dem Sampler Umsonst und Draußen - VIotho 1976 (D 1976 - Maulschnauz MOL 0002). Andere Auftritte sind noch bekannt vom Westcoast Festival im August und APRIL-Fest, Berlin (Oktober). Hierüber berichtete das ZDF in einer Dokumentation am 20.11.1976. Butze Fischer wechselte im November 1976 zu EMBRYO. Für ihn kam Freddy Setz in die Band.
Im März 1977 ging dann auch Norbert Dömling, für den Matz Steinke den Bass übernahm. Eine APRIL-Tournee folgte durch 10 deutsche Städte. Weiterhin spielte die Band in dem deutschen Film Johnny West eine bedeutetende Rolle. Hier geht es um den Aufstieg eines Roadie zum Rockstar. Rio Reiser hat die Hauptrolle und wird (nur im Film) dabei Gitarrist der Gruppe. Der Musikkonzern CBS reagierte auf die APRIL-Gründung mit einer Copyright-Klage mit hohem Streitwert und das Projekt wurde unbenannt in SCHNEEBALL Records. Der Sampler April ist Schneeball wurde aufgelegt, auf dem MISSUS BEASTLY mit dem Song 'Miles All Along The Watchtower' vertreten ist.
Der Auftritt auf dem 'Umsonst & Draußen-Festival' von 1977 ist manifestiert auf dem Sampler Umsonst und draußen - VIotho 1977 (D 1977 - Maulschnauz MOL 0003/0004, 2LP) mit dem Song 'For Flü'. Freddy Setz löste sich im August wieder von der Gruppe und ging zu AERA. Der Ersatzmann Rainer Römer blieb nur weitere vier Monate und dann verließ auch Matz Steinke die Band im Januar 1978 in Richtung AERA.
[Teil 5 - Space Guerilla]
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